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Der leichte geländegängige Lastkraftwagen “Einheitsdiesel”

 

 

 

 

 

Die Entwicklung der Einheits-Lastkraftwagen begann 1934. Ursprünglich war es geplant, Fahrzeuge mit 2 (1,5t), 3 (2,5t) und 4 (4t) Achsen zu entwickeln. Letztendlich wurde aber nur der Dreiachser mit 2,5t Nutzlast in Serie gefertigt, der offiziell als leichter geländegängiger Lastwagen, offen bezeichnet wurde. Er wurde aber eher unter den Begriffen Einheits-Lkw oder Einheits-Diesel bekannt. Von der Ausführung mit 4 Achsen wurden immerhin 4 Prototypen gefertigt. Diese wurden später zu schwimmfähigen 8-Rad Fahrzeugen mit verschiedenen Rüstsätzen umgebaut und erprobt.
Federführend bei der Entwicklung des Fahrzeugrahmens war Henschel. Der 80 PS starke Dieselmotor wurde von MAN in Zusammenarbeit mit Henschel und der Humbolt-Deutzmotoren AG entwickelt. Die Kraft wurde über ein handelsübliches Viergang-Getriebe und über ein zweistufiges Zwischengetriebe mit sperrbarem Ausgleichsgetriebe zu allen drei Achsen geleitet. So standen insgesamt 8 Übersetzungen zu Verfügung. Jede Achse verfügte über ein weiteres, selbstsperrendes Ausgleichsgetriebe. Jedes der 6 angetriebenen Räder hatte Einzelradaufhängung und Einfachbereifung. All dies verlieh dem Einheitsdiesel eine überdurchschnittliche Geländegängigkeit.
Im Gegensatz zu den Einheits-Pkw’s wurde der Einheitsdiesel von allen 9 Herstellern absolut baugleich gefertigt. Die Produktion lief von 1937 bis 1940. Die genaue Anzahl der gefertigten Fahrzeuge konnte immer noch nicht mit Sicherheit ermittelt werden. Aus einem Dokument, das noch vor Ende der Produktion erstellt wurde, sind Fahrgestellnummern bekannt, die auf die Anzahl der zu diesem Zeitpunkt bereits hergestellten Fahrzeuge schließen lassen. Diese werden deshalb ebenfalls in der Tabelle angegeben. Stimmen die Angaben der Fahrgestellnummern und der Endproduktion, wurden mindestens 14.300 Exemplare hergestellt.
Neben der Standardausführung mit dem offenen Stahlblechkasten gab es noch Fahrzeuge mit Kofferaufbauten und Spezialaufbauten. Der Einheitsdiesel war einer der besten Lkw der Wehrmacht. Er war höchst geländegängig, robust und äußerst zuverlässig. Die Pflege und Reparaturen waren zeitraubend aber einfach. Überladungen und unsachgemäße Behandlung nahm er allerdings übel. Die Nutzlast von ca. 2,5t war im Verhältnis  zum  Eigengewicht  von fast 5t zu gering. Aus diesem Grund und auch wegen der aufwendigen Herstellung, wurde seine Produktion im Jahr 1940 eingestellt.

 

 

 

 

 

Hersteller:

Baujahr:

Fgst. Nummern (ca. Anfang 1940):

Gesamtproduktion:

 

 

Büssing-NAG

1938-1940

110001 - 113195

3.195

 

 

Daimler-Benz

1937-1938

120001 - 120540

544

 

 

FAUN

1938-1940

130001 - 130542

ca. 700

 

 

VOMAG

1937-1940

140001 - 142024

?

 

 

Henschel

1937-1940

150001 - 150242

ca. 1.500

 

 

Krupp

1937-1940

160001 - 160557

ca. 700

 

 

Magirus

1937-1940

170001 - 170704

1.410

 

 

MAN

1937-1940

180001 - 181295

1.795

 

 

Borgward

1938-1940

190001 - 192149

2.463

 

 

 

 

 

 

 

 

Fahrgestelle:

Nutzlast:

Antriebsformel:

Stückzahl:

 

 

Einheitsfahrgestell für leichte Lastkraftwagen

1,5t

4x4

nur Projekt

 

 

Einheitsfahrgestell für leichte Lastkraftwagen

2,5t

6x6

s.O.

 

 

Einheitsfahrgestell für mittlere Lastkraftwagen

4,0t

8x8

4

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausführungen:

 

 

 

 

 

Benennung des Kraftfahrzeuges:

Abgekürzte Benennung:

 

 

leichter geländegängiger Lastkraftwagen, offen mit Einheitsfahrgestell für l. Lkw.

l. gl. Lkw. off.

 

 

Pionierkraftwagen III mit Einheitsfahrgestell für l. Lkw.

Pi. Kw. III

 

 

Feldfernkabelkraftwagen mit Einheitsfahrgestell für l. Lkw.

Ff. Kabel-Kw.

 

 

Fernsprechbetriebskraftwagen (Kfz. 61) mit Einheitsfahrgestell für l. Lkw.

Fsp. Betr. Kw. (Kfz. 61)

 

 

Funkkraftwagen (Kfz. 61/1) mit Einheitsfahrgestell für l. Lkw.

Fu. Kw. (Kfz. 61/1)

 

 

Kabelmeßkraftwagen (Kfz. 61) mit Einheitsfahrgestell für l. Lkw.

Km. Kw. (Kfz. 61)

 

 

Verstärkerkraftwagen (Kfz. 61) mit Einheitsfahrgestell für l. Lkw.

Verst. Kw. (Kfz. 61)

 

 

Druckereikraftwagen (Kfz. 62) mit Einheitsfahrgestell für l. Lkw.

Druck. Kw. (Kfz. 62)

 

 

Lichtauswertekraftwagen (Kfz. 62) mit Einheitsfahrgestell für l. Lkw.

Lichtausw. Kw. (Kfz. 62)

 

 

Schallaufnahmekraftwagen (Kfz. 62) mit Einheitsfahrgestell für l. Lkw.

Schallaufn. Kw. (Kfz. 62)

 

 

Schallauswertekraftwagen (Kfz. 62) mit Einheitsfahrgestell für l. Lkw.

Schallausw. Kw. (Kfz. 62)

 

 

Stabsauswertekraftwagen (Kfz. 62) mit Einheitsfahrgestell für l. Lkw.

Stbs. Ausw. Kw. (Kfz. 62)

 

 

Vermessungsauswertekraftwagen (Kfz. 62) mit Einheitsfahrgestell für l. Lkw.

Verm. Ausw. Kw. (Kfz. 62)

 

 

Wetterkraftwagen (Kfz. 62) mit Einheitsfahrgestell für l. Lkw.

Wett. Kw. (Kfz. 62)

 

 

Meßstellen- und Gerätekraftwagen (Kfz. 63) mit Einheitsfahrgestell für l. Lkw.

Meßst.- u. Ger. Kw. (Kfz. 63)

 

 

Funkmastkraftwagen (Kfz. 68) mit Einheitsfahrgestell für l. Lkw.

Fu. Mastkw. (Kfz. 68)

 

 

Beobachtungskraftwagen (Kfz. 76) mit Einheitsfahrgestell für l. Lkw.

Beob. Kw. (Kfz. 76)

 

 

Fernsprechkraftwagen (Kfz. 77) mit Einheitsfahrgestell für l. Lkw.

Fsp. Kw. (Kfz. 77)

 

 

Funkkraftwagen (Kzw./Lgw.) (Kfz. 302) mit Einheitsfahrgestell für l. Lkw.

Fu. Kw. (Kzw./Lgw.) (Kfz. 302)

 

 

Funkmastkraftwagen (Kfz. 311) mit Einheitsfahrgestell für l. Lkw.

Fu. Mastkw. (Kfz. 311)

 

 

Bergekraftwagen mit Bilstein Kranaufbau

?

 

 

Drehleiter (Fabrikat Magirus) mit Einheitsfahrgestell für l. Lkw.

?

 

 

mittlerer Schneepflug Typ E

m. Schn. Pfl. Typ E

 

 

mittlerer Schneepflug Typ K

m. Schn. Pfl. Typ K

 

 

Umbauten auf Basis des l. gl. Lkw.

 

 

 

 

 

 

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